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Haftungsausschluss

Zativo versorgt nur Privatkunden und beliefert keine kommerziellen oder industriellen Züchter mit großen Mengen an Cannabissamen. Wenn wir Grund dazu haben zu vermuten, dass die bestellten Samen für einen Cannabisanbau bestimmt sind, der einen größeren Umfang als für den privaten Rahmen aufweist, dann behalten wir uns das Recht vor diese spezielle Bestellung zurückzuweisen. 

SOG und ScrOG

EINE GENAUERE BETRACHTUNG DER ANBAUMETHODEN SOG UND ScrOG

In den riesigen Ökosystemen der Regenwälder bekommt das oben liegende Blätterdach fast die komplette Sonneneinstrahlung ab und schneidet das Leben darunter von direktem Sonnenlicht ab. Auf diesem Konzept basieren die Anbaumethoden SOG (sea of green) und ScrOG (screen of green).

Beim Anbau im Innenbereich kann Platzmangel oft ein Problem für den Anbauerfolg darstellen. Im Laufe der Zeit wurden Anbaumethoden entwickelt, die unter solchen Bedingungen zu besseren Erträgen führen. Diese Anbaumethoden nutzen das verfügbare Licht und den verfügbaren Platz so optimal wie möglich. Die Anbaumethoden SOG und ScrOG sind also darauf ausgelegt, bei begrenztem Platz zu maximalen Erntemengen zu führen. Bei den Anbaumethoden „Sea Of Green“ und „Screen Of Green“ gibt es aber einige Unterschiede, die dafür sorgen könnten, dass die eine Methode besser als die andere für Dich geeignet ist.

WAS IST SOG: DAS GRUNDWISSEN

Diese Methode wurde Anfang der 80er Jahre in Europa entwickelt. Bei dieser Methode zieht man viele kleine Cannabispflanzen (zwischen 30 und 50cm) auf, platziert sie nahe nebeneinander und arbeitet nur mit einer kurzen Wachstumsphase. Im Idealfall verfügt man über Lampen, die eine gleichmäßige Lichtverteilung im Raum ermöglichen, um somit das komplette Blätterdach der kleinen Pflanzen mit Energie zu versorgen. Die einzelnen Pflanzen werden zwar weniger Blüten erzeugen, unterm Strich erreicht man durch dieses Vorgehen aber dennoch größere Ernten, da der Aufbau so konzipiert ist, dass er die zur Verfügung stehende Energie zwar in eine geringe Anzahl, dafür aber sehr große Blüten umwandelt – es wird nur wenig Energie auf die kleineren Blüten verschwendet.

Bei der Anbaumethode SOG durchleben die Pflanzen nur eine kurze Wachstumsphase von ungefähr zwei Wochen oder sogar weniger. Klone werden schon nach 4-6 Wochen in die Blütephase geschickt – man erreicht mit diesem Vorgehen also auch schnelle Resultate.

SOG

WARUM EMPFIEHLT SICH DIE ANBAUMETHODE SOG?

Die SOG Anbaumethode ist ideal für diejenigen, die mehrere Anbauzyklen pro Jahr durchführen möchten, um somit ihre alljährliche Ertragsmenge zu steigern. Durch die Verwendung der SOG-Technik kann man bei jedem Anbau auf mehrere Wochen des vegetativen Wachstums verzichten und somit Zeit und Geld sparen.

Die SOG Methode eignet sich besonders für indicadominierte Sorten, da diese im Gegensatz zu Sativas schon von Natur aus ein kleineres und buschähnliches Erscheinungsbild vorweisen. Beim SOG-Anbau ist man bestrebt, bei jeder Pflanze eine möglichst große und üppige Hauptblüte zu erzeugen, eine weitere Eigenschaft, die typisch für Indicas ist. Sativas sind eher dafür bekannt sich zu verästeln und mehrere mittelgroße Blüten an diesen Ästen zu tragen. Bei dieser Anbaumethode wird zudem angestrebt, die Pflanzen auf einer gleichmäßigen Höhe zu halten, damit jede Hauptblüte die benötigte Energie aus dem zur Verfügung stehenden Licht schöpfen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Endprodukt durch dieses Vorgehen optisch oft ansprechender und einfacher zu trimmen ist. Die gesamte Anbauzeit für einen SOG-Anbau beträgt in der Regel nur 2-3 Monate – grundsätzlich sind also 4-6 Anbauten dieser Art pro Jahr möglich!

DAS LICHT IST DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG

Künstliches Licht ist schwierig einzustellen und teuer. Beim Anbau im Freien hat man damit nicht zu kämpfen. Entscheidet man sich allerdings für einen Innenanbau, ist es das A und O, sich nicht auf den unteren Teil der Pflanzen mit den kleineren Blüten zu konzentrieren. Bezahlt macht sich das künstliche Licht im oberen Teil der Pflanzen, da dort die üppigen Blüten heranwachsen. Bei der SOG-Methode genießt man den Vorteil, dass ein größerer Teil der Pflanzen mit Licht versorgt wird und dass durch die kleine Größe der Pflanzen auch fast alle Blüten genügend Licht abbekommen. Auch möglich ist ein Low Stress Training (LST) - dadurch kann das Licht bis in die unteren Bereiche Vordringen. Das ist bei einem Anbau im Innenbereich aber einfacher gesagt als getan. Außerdem muss man bei solchen Techniken auch mehr Zeit aufwenden, um den Anbau entsprechend zu warten.

Wenn die Pflanzen in der Wachstumsphase sind, sollten sie einem 18/6 Lichtzyklus ausgesetzt werden, bis sie ungefähr 30cm groß sind. Ab diesem Zeitpunkt kann man die Pflanzen in die Blütephase überleiten, indem man zu einem 12/12 Lichtzyklus wechselt. Somit sind die Gegebenheiten für eine ideale Blütenentwicklung gegeben. Es ist aber auch etwas Vorsicht geboten, da ein zu spät eingestellter Wechsel im Lichtzyklus Sativa-Sorten und Jungpflanzen dazu anregen kann, unnötig in die Höhe zu wachsen und somit das SOG-Prinzip zu sabotieren. Das Kappen von Sativa-Pflanzen vor der Blütephase kann auch eine gute Methode sein, um unnötiges weiteres Wachstum zu unterbinden.

Künstliche Beleuchtung

WAS IST ScrOG: DAS GRUNDWISSEN

Die Anbaumethode „Screen Of Green“ unterscheidet sich von der „Sea Of Green“-Methode. Beide Anbautechniken sind gut dafür geeignet, um in einem Anbauraum mit beschränktem Platz und begrenzten Lichtverhältnissen zu besseren Ergebnissen zu führen. Es gibt aber einige grundlegende Unterschiede. Im Gegensatz zu SOG, wird bei ScrOG mit weniger Pflanzen gearbeitet und ist darauf bestrebt, das zur Verfügung stehende Licht besser auf die vorhandenen Blütenstämme zu verteilen. Man erreicht die Verteilung der Äste durch das Spannen eines Netzes oder ähnlichen Mittels, um sie somit gleichmäßig im Raum verteilen zu können. Somit kann man das Blütepotenzial jedes einzelnen Astes optimieren, da durch die breitere Verteilung auch mehr Licht an die unteren Teile der Pflanzen gelangen kann.

ScrOG ist eine Art von Low Stress Training, daher ist auch eine handwerkliche Intervention nötig, um es korrekt durchzuführen. Indem man die Hauptblüte in mehrere Blüten unterteilt und die einzelnen Äste der Pflanzen in die gewünschte Position bindet, kann man höhere Erträge und ein qualitativ hochwertigeres Endprodukt erreichen.

WARUM SOLLTE MAN ScrOG ANWENDEN?

„Screen Of Green“ ist besonders für kleine Anbauräume mit beschränkten Mitteln geeignet. Jeglicher Innenanbau kann kostenintensiv werden – die ScrOG Methode erlaubt es, die maximale Rendite aus seinen Investitionen zu ziehen. Diese Methode ist besonders gut für den Anbau vont 1-5 Pflanzen geeignet – eine ideale Anzahl für viele Heimanbauer. Möglicherweise denkst Du nun, dass das ja nicht besonders viele Pflanzen sind. Du wirst aber von den Ergebnissen überrascht sein, die durch die Anwendung von LST und naher Beleuchtung bis zur Erntezeit erreicht werden können.

ScrOG

WIE MAN EINEN ScrOG-ANBAU VORBEREITET

Um einen ScrOG effektiv zu gestalten, muss das verwendete Netz Öffnungen in der richtigen Größe für die Blüten haben und aus dem richtigen Material bestehen. Das Netz selbst kann man aus vielerlei Materialien herstellen, es gibt aber auch Materialien, die man meiden sollte. Bindfäden und Naturschnüre sind gut geeignet, um die Blüten zu stützen und in Position zu bringen. Draht und Fischernetze sollte man eher meiden. Draht regt das Wachstum im Umfeld des Drahtes selbst an und macht es somit schwieriger, die Blüten schlussendlich zu ernten. Fischernetze und Plastikschnüre sind oft zu dünn und können somit in die Pflanzen einschneiden.

Das Netz sollte man 20cm über dem Boden spannen, damit die Pflanzen zwar große Blüten erzeugen können, dabei aber nicht zu nah an die Lampen kommen. Die Abteile im Netz selbst sollten zwischen 5 und 10cm groß sein – groß genug also, damit die Pflanzen bequem Platz haben, man aber dennoch imstande ist die Blütenstämme zu biegen und somit ein gleichmäßig verteiltes Blütenmeer zu erschaffen.

Bindfäden und Naturschnüre

TOPPING

Ein wichtiger Bestandteil der ScrOG-Methode ist das Toppen (Kappen) der Pflanzen. Dadurch erzeugen die Pflanzen nicht nur eine Hauptblüte, sie erzeugen durch das Toppen weitere Verzweigungen und somit mehrere Hauptblüten. Durch das Toppen hat man die Möglichkeit, den Hauptstamm im Netz zu positionieren und somit das vorhandene Licht für alle Blütenstämme gleichmäßig zur Verfügung zu stellen. Man versucht bei diesem Vorgehen ein möglichst gleichmäßig verteiltes Blätterdach zu erschaffen. Bei der SOG-Methode geht es darum, so viele gleichartige Hauptblüten wie möglich zu erzeugen; bei der ScrOG-Methode geht es darum, pro Pflanze so viele üppige Hauptblüten wie möglich zu erzeugen. Je ausgiebiger man eine Pflanze toppt, desto mehr Seitenblüten und kleinere Blüten wird sie hervorbringen. Eine vierfaches Kappen führt zu mittelgroßen Blütenständen, die gleichmäßig durch das gespannte Netz separiert werden können.

Während der vegetativen Phase hilft das Topping den Jungpflanzen auch bei der Energieaufnahme des zur Verfügung stehenden Lichtes. Wenn die Pflanzen dann wachsen, werden die Stämme Horizontal gebogen, damit das Licht auch die unteren Äste und Blütenstämme der Pflanzen erreichen kann. Wenn man die Äste während der Wachstumsphase den Wünschen entsprechend positioniert, werden die Pflanzen während der Blütephase, die nach der Umstellung auf einen 12/12 Lichtzyklus einsetzen wird, einfacher zu kontrollieren sein.

LST sollte man mit etwas Vorsicht anwenden, um die Pflanzen aus physischer Hinsicht nicht unnötig zu belasten. Wenn die Äste wachsen, solltest Du ihnen erst einmal erlauben, ein paar Zentimeter in die Höhe zu schießen, bevor Du sie Deinen Wünschen entsprechend in Position bringst. Dadurch kannst Du sicherstellen, das ein gleichmäßiges Wachstum erreicht wird und die Äste nicht brechen.

Topping

WANN MAN DIE BLÜTEPHASE EINLEITEN SOLLTE

Den Umschwung von der Wachstumsphase zur Blütephase sollte man von dem Blätterdach des Anbaus abhängig machen. Wenn die Pflanzen einmal 70-80% des zur Verfügung stehenden Raumes eingenommen haben, ist es an der Zeit, auf einen 12/12 Lichtzyklus umzustellen, um somit die Blütephase einzuleiten. Sativa-Pflanzen tendieren dazu, erstmal noch ein wenig in die Höhe zu wachsen, also sollte man bei diesen Pflanzen die Blütephase etwas früher einleiten als bei den Indica-Pflanzen.

Bei vorrangig sativadominierten Sorten kann man die Blütephase sogar schon bei einer 50% Abdeckung des Anbauraumes einleiten. Man will ja schließlich keinen ScrOG-Anbau, bei dem das horizontale Wachstum, auf das man hingearbeitet hat, durch unnötiges Wachstum in die Höhe zunichte gemacht wird. Sobald dein ScrOG in voller Blüte ist, solltest Du die Fächerblätter ausstutzen, um somit sicherzustellen, dass auch die untenliegenden Blütenstämme genug Licht abbekommen.

Blütephase

LUFTZIRKULATION: SOG UND ScrOG

Bei SOG und ScrOG stehen die Pflanzen unheimlich nahe beieinander. Die Pflanzen nutzen das zur Verfügung stehende Licht und den Platz im Anbauraum zwar so ideal wie möglich, zugleich gibt es aber auch ein viel höheres Risiko für Schimmel und Fäule, da durch die geringere Luftzirkulation mehr Feuchtigkeit entsteht. Dem kann man durch das Anbringen von luftgekühlten Lampen entgegenwirken. Es ist aber auch ratsam, einige Ventilatoren laufen zu lassen, um somit dafür zu sorgen, dass die warme Luft aus dem Anbauraum geleitet und frische, kühle Luft nachgezogen wird. Einige Anbauer entfernen auch die untenliegenden Blätter von den Pflanzen, da diese sowieso nur wenig Licht abbekommen und man somit die Luftzirkulation verbessern kann.

Luftzirkulation

WELCHE BELEUCHTUNG MAN VERWENDEN SOLLTE

High-Intensity Discharge (HID) Lampen erreichen nur 92cm des unter ihnen liegenden Blattwerks. Aus diesem Grund sind SOG und ScrOG auch überhaupt erst so populär geworden. Bei der SOG-Methode versucht man daher auch, die Pflanzen eher klein zu halten, um somit die ganzen Pflanzen mit Licht versorgen zu können.

Viele Innenanbauer fahren zu geringe Ernten ein, da sie mit ungeeignetem Licht arbeiten. Bei SOG und ScrOGn empfiehlt es sich, mit Reflektoren zu arbeiten, da diese dafür sorgen, dass das Licht genauer verteilt wird. Somit kann das Wachstum und schlussendlich die Größe der Blüten positiv beeinflusst werden. Man sollte aber auch sicherstellen, dass alles richtig eingestellt ist, um so zu vermeiden, dass die Pflanzen Verbrennungen erleiden.

Welche Beleuchtung zu benutzen?

DIE VOR- UND NACHTEILE VON ScrOG UND SOG

Wie bei jeder Anbaumethode, gibt es auch bei SOG und ScrOG so seine Vor- und Nachteile, die dafür sorgen, dass sie für bestimmte Gegebenheiten besser oder schlechter geeignet sind. Bei der „Sea Of Green“-Methode empfiehlt es sich, mit Klonen zu arbeiten, da diese eine exakte genetische Kopie der jeweiligen Mutterpflanze sind. Des Weiteren ist die SOG Methode besonders für indicadominierte Sorten gut geeignet. Sativas können zwar auch im SOG-Anbau verwendet werden, diese Pflanzen benötigen aber mehr Pflegeaufwand und haben von Pflanze zu Pflanze oftmals abweichende Größen.

Die „Screen Of Green“ Methode wird oftmals als die beste für kleine Heimanbauten angesehen. Das liegt daran, dass man bei dieser Methode mit relativ wenigen Pflanzen arbeitet und es keine so besonderen Anforderungen bei der Beleuchtung gibt. Es ist auch eine super Methode für Anfänger und diejenigen, die gerne eine sativadominierte Sorte anbauen möchten. Zu beachten ist hier, dass etwas Aufwand für die Besorgung / Anbringung des Netzes eingeplant werden muss! Einige Anbauer haben Spaß daran, das Netz sinnvoll und genau anzubringen, andere sehen es eher als lästig an und verzweifeln zuweilen daran.

Der wohl größte Vorteil der SOG-Methode ist das schnelle Erreichen der Ernte – sie birgt aber auch einige Nachteile. In Bezug auf Luftzirkulation und Bewässerung muss man mehr Aufwand betreiben, um sicherzustellen, dass die vielen einzelnen Pflanzen auch wirklich gut versorgt sind. Ein SOG-Anbau, der nicht entsprechend gehegt und gepflegt wird, kann schnell mal zu einem großen Verlust werden, da Schädlinge oder ein Schimmelbefall sich durch die unheimlich nahe aneinander stehenden Pflanzen schnell ausbreiten kann.

ScrOG setup

EMPFOHLENE SORTEN FÜR DIESE BEIDEN ANBAUMETHODEN

Ein weiterer Faktor, der für einen SOG-Anbau spricht, ist die Möglichkeit, mehrere verschiedene Sorten anbauen zu können. Das natürliche Wachstum von Klonen verschiedener Sorten kann zu einem ungleichmäßigen Blätterdach führen, dem man aber durch das Toppen der hochwachsenden Pflanzen entgegenwirken kann. Viele Anbauer nutzen auch größtenteils oder sogar ausschließlich autoflowering Sorten für ihre SOG-Anbauten. Wenn man so vorgeht, braucht man sich keinerlei Sorgen über unterschiedliche Wachstumsphasen oder ein ungleichmäßiges Blätterdach machen. ScrOG-Anbauten sind besonders für den Innenanbau von Sativa-Sorten eine interessante Option.

ZUSAMMENFASSUNG

Eines haben SOG und ScrOG bewiesen: Kleine Anbauräume müssen nicht zwangsläufig zu kleinen Ernten führen! Die „Sea“- und „Screen Of Green“-Methoden haben beide einen positiven Einfluss auf ein gleichmäßiges Blätterdach im Anbauraum – und sie ermöglichen es, das zur Verfügung stehende Licht optimal für die Erzeugung von schönen, üppigen und vor Cannabinoiden strotzenden Blüten zu nutzen. Im Endeffekt ist die keine Methode der anderen überlegen - beide können dazu führen, dass man einen Grow Room um ein Vielfaches effektiver gestalten kann und dadurch zu einem höheren Ertrag kommt.